»Papa soll nicht guten Morgen sagen!«
Genau so stell ich mir die perfekte Morgenbegrüßung vor. Nicht. Naja, das gibt sich dann nach meist fünf Minuten wieder, dann darf ich dann auch mal »Guten Morgen« sagen.

Dieses Mal durfte ich aber auch den Monitor nicht anmachen. Warum, dass weiß hier niemand, ich glaube nicht mal der große Kringel selbst weiß das. ( Warum und welchen Monitor ich anmachen will, lest ihr am Ende im PS) Also musste ich mal blind Feuer machen, ohne zu wissen, wie voll der Pufferspeicher ist. Aber das ist bei der kalten Jahreszeit eh fast egal.

Der Samstag morgen ging wie immer mit »irgendwas mit Farbe« los. Dieses Mal mussten es unbedingt die Füße sein. Anmalen und Abdrücke auf Papier machen. Wobei das anmalen der Füße wohl der Hauptgrund dafür zu sein scheint. Jedenfalls durfte ich die Füße dann sauber machen – und ich sach’ ma so – wenn ihr einmal etwas so übermalen lassen wollt, dass das nie nie wieder zum Vorschein kommen soll – sagt Bescheid, ich kenne da jemanden.

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Nachdem die dreißig Farbschichten runter waren, gab’s erst mal nen Kaffee und Toast in der Wohnstube.

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Danach ging es mit Mama wieder raus zum Bäckerauto. Die freie Zeit nutzte ich, um mir endlich mal den Abfluss von unserem Waschbecken vorzunehmen. Jegliches ätzende Zeug, literweise kochendes Wasser und andere Flüssigkeiten halfen aber nicht so richtig. Das Wasser fließt jetzt zwar schon wieder schneller ab, aber eher nur so fünf Prozent schneller – das heißt jetzt also warten, bis die anderen drei, die hier wohnen, mal länger weg sind. Dann kann ich den Abfluss vom Waschbecken abbauen, um dann mit einer Rohrspirale das Rohr ordentlich freizudrücken. Danach würde ich gern zwei Tage lüften, weshalb es bestimmt gut wäre, wenn alle anderen nicht da wären. ( Gut ‘n anderer Grund könnte auch noch sein, dass es zwar immer leicht ist, irgendwas abzubauen, aber das wieder anbauen einen dann immer vor ungeahnte Probleme stellt – und so ohne Waschbecken und so ist schon blöd, so irgendwie)

Nach dem Mittagessen sind die anderen drei dann auf einen Kurzbesuch zum Geburtstag in die alte Heimat gefahren. Bei mir gabs zwei Gründe, warum ich da nicht mitgefahren bin. Es musste mal sauber gemacht werden – da der große Kringel den nächsten Tag Geburtstag hatte und da Gäste kommen wollten ( wie man am »wollten« schon merkt, kamen die dann nicht – 39 Grad Fieber und so).
Der zweite Grund, welcher vielleicht auch der Hauptgrund war, ist, dass ich mal wieder einen ADHS Schub hatte, der mir auch immer gleich mit aller Kraft vergegenwärtigt, dass ich ja auch Reizmagen habe – dazu schreib ich vielleicht später mal mehr. So in der Art: »ADHS und Reizmagen und wie man es trotzdem irgendwie mit zwei kleinen Kindern schafft« – kleiner Spoiler vorne weg: ohne verständnisvollen Partner wüßte ich nicht wie.

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Am Abend war die Familie dann wieder vollzählig anwesend. Nachdem alle ins Bett gebracht waren ( gleich mit den Sachen, die sie noch an hatten – Herr Waschen und Frau Zähneputzen sollen sich mal nicht so haben, die können ja den nächsten Tag noch mal anklopfen) konnte endlich geschmückt werden und der Geburtstagstisch fertig gemacht werden.

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Am nächsten Tag war es dann endlich soweit – der große Kringel wurde:

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Und das hieß – Auspacken, spielen, auspacken, Party machen essen, schlafen, wieder spielen, anprobieren – und leider, wie schon erwähnt keine Gäste. Außer abends, da kam der Nachbar nochmal vorbei. Da ließ der große Kringel es nochmal so richtig krachen, so vor dem Abendessen. Alle anderen Gäste lassen sich dann die nächsten zwei Wochen blicken – das wird dann noch richtige chaotisch hier.

Nachmittags gings dann nochmal raus, den neuen Helm anprobieren. Scheint zu passen.

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Abend dann noch flugs baden und Zähne putzen, war schließlich schon wieder 48 Stunden her – und ab ins Bett.

Den verbliebenen Abend hab ich dann dazu genutzt, das Geburtstagsfrühstück für den Kindergarten fertig zu machen:

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Noch mehr „Wochenenden in Bildern“ findet ihr bei geborgen-wachsen.de!

PS: Bei uns in der Küche steht auf einem Schrank ein Monitor der an einem Raspberry Pi klemmt, auf dem unsere Hausautomation läuft. Der lässt sich mit Amazons Alexa ein- und ausschalten. Zum Beispiel kann man sagen, »Alexa, schalte Monitor ein« oder auch »Alexa, Guten Morgen«, dann wird der für 20 Minuten eingeschalten und geht dann eigenständig wieder aus. Wenn man Guten Morgen sagt, geht auch gleich noch das Licht gedimmt an und die Nachrichten und Wetter werden abgespielt.

Das Info Display sieht so aus:

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