Lesenswert: Nazis raus, bitte.

Nazis raus, bitte. Aus der Gesellschaft. Geächtet, raus aus Funktionen, aus Behörden, aus dem Betrieb, aus sozialen Netzwerken, aus der Uni, aus der Öffentlichkeit. Kein Fußbreit. Dass wir darüber überhaupt reden müssen. Dass jemand „Nazis rein“ schreiben kann, dass jemand das liest und sagt, ist okay, drucken wir so. Selbst wenn Fleischhauer die Headline nicht selbst geschrieben hätte, aber in dem Fall trau ich ihm das zu, ist ja elemtentarer Teil seiner These – ich meine, dass niemand ihn geohrfeigt hat, stattdessen? Dass niemand die Person geohrfeigt hat, die das durchgehen ließ?

https://vonhorst.net/2019/01/20/19-1/

Lesenswert: Gesignation

»Also hab ich immer mehr gemacht, was ICH richtig fand und was auch mit meinen Bedürfnissen vereinbar war. Und der tolle Nebeneffekt: Ich hab plötzlich die anderen verstanden, die morgens beim Anziehen z.B. 10 min den Fernseher angemacht haben, einfach um sich 45 min Geschrei zu ersparen. (Und tatsächlich: Mehr als ein Jahrzehnt später: Das betroffene Kind zieht sich ohne Fernsehen um 7.30 Uhr an, geht auf eine weiterführende Schule und ist nicht fernsehsüchtig.)«

Quelle: https://dasnuf.de/gesignation/

Lesenswert »Wie die Bundeswehr auf der re:publica meinen Respekt verlor«

Uniformen aber dienen dazu, Angst zu erzeugen, sie sind eine Machtbekundung (habe ich übrigens im Wehrunterricht so gelernt). Auf einer Konferenz mit der Ausrichtung der re:publica haben Uniformen nichts verloren (erst recht keine Kampfuniformen), denn sie setzen ihre Träger vom Rest der Besucher ab. Uniformen sind nicht bunt, sie sind das Gegenteil. Sie sind keine Individualität, sondern sollen diese verdecken.

Quelle: http://www.indiskretionehrensache.de/2018/05/bundeswehr-republica/

Lesenswert »Warum es nicht hilft, nett zu Rassisten zu sein«

Als der Gast mir die Frage stellt, denke ich noch, er verwechselt mich. Auch wenn der Ton weniger neugierig, sondern fordernd ist, als ob er selbst die Antwort kennt. „Nein“, sage ich und lächle pflichtbewusst. Der Gast nickt deutend zum zeitungslesenden Mann und sagt: „Weil, seine Braut heißt Nancy und die kommt aus Kenia.“
Mein Lächeln verschwindet.

Quelle: http://kleinerdrei.org/2018/04/warum-es-nicht-hilft-nett-zu-rassisten-zu-sein/

Lesenswert »Noch mehr weltfremde Scheißtipps«

Außerdem muss ich bei dem Suchtargument immer ein wenig lachen. Für meine Elterngeneration ist es z.B. total normal jeden Abend fernzusehen. Auch wenn man Besuch hat und auch im Sommer. Da stellt man sich die Glotze dann auf die Terrasse oder in den Wohnwagen oder oder – ohne gehts jedenfalls nicht. Es gibt offenbar gesellschaftlich akzeptierte Süchte und stigmatisierte Süchte.

Quelle: http://dasnuf.de/weltfremde-scheisstipps/